Bei schönem Wetter verbringen die meisten unserer Affenfamilien die Zeit am liebsten in ihren Außengehegen.
Eine besonders große Familiengruppe sind unsere Schopfmakaken, die schwarzen Affen mit der Punkerfrisur. Vater 'Kalle' verschafft sich in dem Getümmel immer wieder Respekt, wenn er seine großen Eckzähne präsentiert.

Seine Weibchen 'Lisa', 'Kendari' und 'Kiribati' sind häufig zu beobachten, wie sie sich gegenseitig das Fell von Schuppen und Schmutzkrümeln säubern. Die Jungtiere unserer Schopfmakaken toben herum und rangeln miteinander, um so die für Affen lebensnotwendige Geschicklichkeit und Schnelligkeit zu erwerben.

Nebenan wohnen die Dianameerkatzen. Diese Tiere werden nur selten im Zoo gehalten und sind daher weltweit in Zuchtprogrammen erfasst. Unsere Dianameerkatzengruppe ist Bestandteil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms. Diese Programme sichern den Bestand in der Gefangenschaft und verhindern die Inzucht. Später einmal können die Nachfahren solcher Tiere dann vielleicht sogar wieder in Naturschutzgebieten ausgewildert werden. Die Dianameerkatzen sind hervorragende Kletter- und Sprungkünstler. Der lange Schwanz sorgt übrigens dafür, dass sie bei ihren akrobatischen Übungen nicht das Gleichgewicht verlieren.
Im hinteren Teil des Affenhauses sind einige Familien der Krallenaffen beheimatet. Hier leben Schwarzpinseläffchen und Kaiserschnurrbarttamarine. Diese südamerikanischen Baumäffchen leben von Früchten und Insekten, lecken aber auch gerne die Säfte von Bäumen, die sie mit ihren messerscharfen Zähnen anzapfen. Deshalb bekommen sie von uns einen speziell zubereiteten Brei, den sie gerne fressen. Viele der Holzteile im Gehege haben kleine ausgenagte Grübchen: Hier haben die Affen ihr Glück versucht und die Bäume auf Baumsäfte hin angezapft.
Interessant ist auch das Familienleben der kleinen Affen. Viele von ihnen bekommen bei uns regelmäßig Nachwuchs - besonders unsere Kaiserschnurrbarttamarine sorgen regelmäßig für Babies im Doppelpack.
Ganz hinten im Affenhaus leben unsere Weißgesichtsakis. Die Affen mit dem dicken Zottelfell sind eine Besonderheit unter unseren Verwandten: Beide Geschlechter sind deutlich unterschiedlich gefärbt, was bei Affen nur sehr selten vorkommt. Nur das Männchen trägt das namensgebende weiße Gesicht, das sich deutlich vom schwarzen Körperfell abhebt. Die Weibchen sind unauffällig grau-meliert.
Ebenfalls im Affenhaus befinden sich die Innengehege unserer Kattas.
Aber es gibt im Affenhaus nicht nur Affen: auch zwei Schönhörnchen bewohnen hier ein Gehege. Die prächtig gefärbten Verwandten unserer Eichhörnchen sind besonders neugierig und klettergewandt. Mit ihren scharfen Nagezähnen bearbeiten sie mit Begeisterung die Holzeinrichtung ihres Geheges, die daher regelmäßig erneuert werden muss.
Und schließlich sind seit 2008 auch unsere Gürteltiere in einem Gehege im Affenhaus beheimatet. Weibchen 'Miss Sophie' und Männchen 'James' haben sind hier bei uns kennengelernt und nun hoffen wir natürlich, dass sie sich bei uns wohlfühlen und es vielleicht auch einmal kleine Gürteltiere in Gettorf zu bewundern gibt...