In der Vogelparadieshalle können Sie neben einer imposanten Sammlung verschiedener Palmen und Kakteen eine Reihe ausgesprochen interessanter tropischer und subtropischer Vögel beobachten.
Sofort fallen die riesigen Rotbrust- und Victoria-Krontauben auf, die nur auf Papua-Neuguinea vorkommen. Sie sind die größten noch lebenden Taubenvögel. Wenn einer unserer Krontäuber um sein Weibchen balzt, hören Sie sein tiefes, volltönendes Kollern. Unsere Krontauben haben tatsächlich schon mehrfach für Nachwuchs gesorgt. Tauben sind übrigens liebevolle Eltern, die sich sehr intensiv um ihren Nachwuchs kümmern.
Auch andere Taubenarten sind hier in der Halle zu finden. Die Zweifarben-Fruchttaube fällt durch ihre klare Schwarz-Weiß-Zeichnung auf, die Flügel der Grünflügeltaube leuchten in metallischem Smaragdgrün.
Die Publikumslieblinge im hinteren Teil der Halle sind schon von weitem zu vernehmen. Unsere Beos machen mit ihrer lauten Stimme und ihren teilweise recht frechen Kommentaren sofort auf sich aufmerksam. Das Nachahmen artfremder Geräusche, das sogenannte 'Spotten' ist in der Vogelwelt weit verbreitet, aber niemand beherrscht es so gekonnt wie diese asiatischen Starenvögel. Die Beos sprechen alle ein paar Worte oder machen bestimmte Geräusche nach.
Außen an der Halle finden Sie Volieren mit den großen, kobaltblauen Hyazintharas, den größten Papageien der Welt, die zugleich sehr selten sind. Nebenan leben Triton-Kakadus mit leuchtend weißem Gefieder und gelb-oranger Federhaube. Beide beeindrucken durch ihre prächtige Färbung und ihren mächtigen Schnabel. Mit ihm können Papageien erstaunlich viel: Sie öffnen Nüsse und Sämereien und pellen sogar die feinen Häutchen von den Kernen ab. Zum Klettern eignet sich ihr Schnabel genauso gut wie zum Benagen von Holz.
Vielleicht sehen Sie auf dem Boden noch die Späne der letzten 'Bastelstunde' unserer großen Papageien liegen.